* Astrid Hein * Praxis für Kindesentwicklung

Verborgene Fähigkeiten wecken

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Ein Beispiel

Ich erlebe in meinem Alltag z. B. dass ein Kind in der Schule Mühe hat für kurze Zeit ruhig auf seinem Platz zu sitzen und sich zu konzentrieren. Es ist sprunghaft, leicht abgelenkt, zeigt kein Durchhaltevermögen. Je nach situativen Rahmenbedingungen versetzt es Mitschüler und Lehrkraft in Unruhe. Für alle Beteiligten können diese Situationen außerordentlich anstrengend werden.

Im Heft oder an der Tafel findet das Kind die Zeilen nicht wieder. Dadurch dauert das Abschreiben bzw. die Hausaufgaben unverhältnismäßig lange, zudem werden viele Fehler gemacht. Es ist zu langsam, kann dem Stoff nicht folgen, ist überanstrengt und hat keine Lust zu lernen. Im schlimmsten Fall verweigert es sich.

Auch können sich Schwierigkeiten beim Einschätzen von Nähe und Entfernung zeigen. Es neigt dazu Nähe als bedrohlich und Entfernung als ablehnend zu empfinden. Es reagiert schnell mit Unverständnis und z. T. mit Aggressivität und provoziert so ungewollt Konflikte. Schon einen Tisch mit einem Banknachbarn zu teilen kann problematisch sein.

Oftmals liegen diese Schwierigkeiten in der nicht optimal abgelaufenen neurophysiologischen Entwicklung der ersten 12 - 18 Monate begründet. Das Verhalten des Kindes wird nur selten mit dessen ungenügenden neuromotorischen Entwicklung in Verbindung gebracht.
Hier trifft die Pädagogik auf neurologische Ursachen.

Eine Erklärung:
Z. B. aufgrund einer Blockade gelingt es dem Säugling nicht seinen Kopf gegen die Schwerkraft zu heben. Die Hals- und Brustmuskulatur kann nicht ausreichend ausgebildet werden. Damit ist der neurophysiologische Aufrichtungsprozess des Säuglings behindert und die nachfolgenden Entwicklungsschritte können nur in Ersatzmotorik absolviert werden. Das Zusammenspiel zwischen Gleichgewichtsempfindungen, propriozeptiver (körpereigener) Wahrnehmung und motorischer Steuerung kann nicht adäquat eingespielt und trainiert werden. Die Folgen fallen spätestens in der Grundschule mit den o. g. Symptomen auf.

Jeder Entwicklungsschritt im neuromotorischen Aufrichtungsprozess steht in Zusammenhang mit der sensorischen Integration und hat einen gravierenden Einfluss auf die psychomotorische und kognitive Entwicklung des Kindes. Erst die körperliche Voraussetzung bietet die kognitive und soziale Leistungsbereitschaft.

Siehe auch: Frau Dr. Wibke Bein-Wierzbinski, Räumlich-konstruktive Störungen bei Grundschulkindern, Peter Lang - Europäischer Verlag der Wissenschaften

 

 

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